Abschied & Trauer

Wenn die Schritte schwer werden 

Das deutsche Wort "Trauer" bedeutet fallen, kraftlos werden, den Kopf sinken lassen.
Wer trauert, glaubt, nie mehr so leben zu können, wie es einmal war. Alles hat sich verdunkelt. Jeder Schritt kostet so viel Kraft. Morgens kommt man kaum aus dem Bett. Es ist eine Qual aufzustehen. Wohin denn aufstehen? In die Trauer, in die Einsamkeit, in die Sinnlosigkeit? Gedanken schiessen durch den Kopf: Kann ich den Tag heute durchstehen? Was soll ich denn machen? An wen kann ich mich wenden? Hilft das Beten? Oder ist mir auch das Beten abhandengekommen? Wer steht mir bei in meiner Trauer? Wer hält mich in meiner abgrundtiefen Trauer? (Text: Anselm Grün) 

Wenn die Seele schreit und der Körper schmerzt

Schwere Verluste kommen einem psychischen Erdbeben gleich. Wir erleben zuerst eine Schockreaktion. Zudem geraten die Gefühle völlig durcheinander und sie können kaum kontrolliert werden. Alle Gefühle in jeder erdenklichen Form und Intensität sind möglich. Es fällt schwer, sich zu konzentrieren, die Gedanken zu sortieren und manchmal nimmt man alles wie durch einen Nebel wahr und fühlt sich wie gelähmt oder funktioniert einfach wie im Automatikmodus. Auch Agression und Wut sind wichtige Trauergefühle! 
Sogar der Körper kann dabei schmerzen. Bei Trauer wird im Gehirn die selbe Stelle aktiv wie bei körperlichen Schmerzen.
In einer so schweren Zeit ist es hilfreich, verstanden und begleitet zu werden. Niemand muss das alleine schaffen! Melde Dich bei uns, damit wir Dich begleiten können, so wie Du es brauchst.